UWG: Zulassungsstelle muss auch bei Personalausfällen handlungsfähig bleiben
Die kurzfristige Schließung der Kfz-Zulassungsstelle wegen krankheitsbedingter Personalausfälle zeigt nach Auffassung der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) erneut, dass die Verwaltung organisatorisch widerstandsfähiger werden muss.
„Zunächst wünsche ich den erkrankten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine schnelle und vollständige Genesung. Krankheit kann jeden treffen und dafür verbietet sich jede Kritik“, erklärt Oberbürgermeisterkandidat Frank Uwe Walpurgis.
Gleichzeitig dürfe eine gesamte Dienststelle jedoch nicht über mehrere Tage ihre Arbeit einstellen müssen. Bereits seit Wochen warten Bürgerinnen und Bürger teilweise bis zu vier Wochen auf einen Termin zur Zulassung eines Fahrzeugs. Die aktuelle Schließung verschärft diese Situation zusätzlich.
„Bereits vor über einem Jahr habe ich die damals schon unzumutbaren Wartezeiten in einer Sitzung des Personalausschusses angesprochen und darauf hingewiesen, dass hier dringend organisatorische Verbesserungen notwendig sind. Umso bedauerlicher ist es, dass sich die Situation offenbar nicht nachhaltig verbessert hat.“
Gerade Berufstätige, Familien und Unternehmen seien auf eine funktionierende Verwaltung angewiesen. Wer auf sein Fahrzeug angewiesen sei, könne nicht wochenlang auf einen Termin warten.
Nach Auffassung der UWG müsse die Stadt ihre Verwaltungsabläufe konsequent an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger ausrichten. Dazu gehörten eine bessere Personalplanung, verlässliche Vertretungsregelungen, die konsequente Digitalisierung von Standardverfahren sowie eine regelmäßige Überprüfung interner Abläufe.
„Eine moderne Verwaltung zeichnet sich nicht dadurch aus, dass niemals jemand krank wird. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch bei personellen Ausfällen handlungsfähig bleibt. Genau das erwarten die Bürgerinnen und Bürger zu Recht von ihrer Stadtverwaltung.“
Walpurgis betont, dass die aktuelle Situation zugleich eine Chance sei, grundlegende Verbesserungen anzustoßen: „Wilhelmshaven braucht eine Verwaltung, die bürgernah, serviceorientiert und krisenfest arbeitet. Das ist kein Vorwurf an die Beschäftigten, sondern ein Führungsanspruch an die Organisation. Daran möchte ich als Oberbürgermeister arbeiten.“