
Als gebürtiger Wilhelmshavener, Lehrer, Personalrat, ehrenamtlicher Schöffe und im Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer tätig. Außerdem bin ich stellvertretendes Mitglied der Lehrervertretung im Schulausschuss der Stadt Wilhelmshaven. Ich bin hier geboren, liebe diese Stadt und möchte dazu beitragen, dass sich die Wilhelmshavenerinnen und Wilhelmshavener wieder stärker mit ihrer Stadt identifizieren.
Politik bedeutet für mich, sich einzumischen, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen kritisch zu hinterfragen. Als einer der Initiatoren der Bürgerinitiative gegen die Landesgartenschau im Stadtpark und als Unterstützer des Bürgerbegehrens gegen die Stadthalle am Pumpwerk-park habe ich gezeigt, dass mir Bürgerbeteiligung, Transparenz und ein verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Geldern wichtig sind.
Auch in den vergangenen Jahren habe ich mich immer wieder mit kommunalpolitischen Themen beschäftigt und zu verschiedenen Fragen Bürgeranfragen an den Rat der Stadt Wilhelmshaven gestellt. Das war für mich ein wichtiger Weg, um Themen öffentlich zu machen, Antworten einzufordern und Entscheidungen kritisch zu begleiten. Gleichzeitig habe ich aber auch gemerkt: Von außen Fragen zu stellen, reicht nicht aus, wenn man wirklich mehr bewegen möchte.
Deshalb kandidiere ich für den Rat der Stadt Wilhelmshaven. Ich möchte nicht nur nachfragen, sondern mitgestalten. Ich möchte eine Stimme für die Wilhelmshavenerinnen und Wilhelmshavener sein, ihre Anliegen ernst nehmen und Entscheidungen dort mit beeinflussen, wo sie getroffen werden. Diese Möglichkeit möchte ich gerne bekommen.
Ich kandidiere, weil ich möchte, dass sich die Menschen in Wilhelmshaven wieder wohlfühlen und gerne hier leben. Zu oft hört man bei Problemen nur noch: „typisch Wilhelmshaven“. Das darf nicht unser Anspruch sein. Wilhelmshaven hat in der Vergangenheit vieles auf die Beine gestellt – und unsere Stadt hat auch heute noch das Potenzial dazu.
Dafür brauchen wir klare Prioritäten: saubere Straßen und Plätze, bessere Grünpflege, weniger Schlaglöcher und endlich Lösungen für die offenen Baustellen unserer Stadt. Dazu gehören auch die Zukunft der alten Stadthalle in der Grenzstraße, der Ehrenwortplatz, das „Loch“ vor dem Krankenhaus und Projekte die als Ort für Jugendliche dienen werden. Solche Themen dürfen nicht einfach unter den Tisch fallen oder weiter aufgeschoben werden.
Gerade auch für Jugendliche braucht Wilhelmshaven wieder mehr Angebote und Orte, an denen sie sich treffen, entfalten und ernst genommen fühlen können. Eine Stadt ist nur dann lebenswert, wenn sie auch jungen Menschen Perspektiven bietet und ihnen Räume gibt.
Gleichzeitig müssen wir sorgsamer mit unseren Grün- und Freizeitflächen umgehen. Wenn wertvolle Flächen für Industrie, Gewerbe oder Abstellflächen geopfert werden, muss die Frage erlaubt sein: Was kommt davon tatsächlich bei den Bürgerinnen und Bürgern an?
Mir ist bewusst, dass Wilhelmshaven finanziell in einer äußerst schwierigen Lage ist und die Stadt stark überschuldet ist. Gerade deshalb brauchen wir einen besonders verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Geldern. Nicht alles, was wünschenswert ist, ist sofort bezahlbar. Aber genau deshalb müssen Prioritäten klarer gesetzt, Ausgaben nachvollziehbarer begründet und langfristige Folgen politischer Entscheidungen ehrlich benannt werden.
In den vergangenen Jahren wurde die Ansiedlung von Gewerbe immer wieder damit begründet, dass zusätzliche Gewerbesteuern am Ende auch die Bürgerinnen und Bürger entlasten würden. Wenn gleichzeitig aber Grünflächen gerodet werden und die Grundsteuer auf 636 Punkte angehoben wird, passt das für mich nicht zusammen. Hier braucht es mehr Ehrlichkeit, mehr Transparenz und eine klare Antwort darauf, wann und wie die Wilhelmshavenerinnen und Wilhelmshavener tatsächlich entlastet werden können.
Mir ist wichtig, dass zukünftige Gewerbesteuereinnahmen nachvollziehbar eingesetzt werden: für bessere Straßen, eine bessere Infrastruktur, gepflegte Grünflächen, saubere Stadtteile, Bildung, Jugendangebote, Freizeit, Klimaschutz und echte Lebensqualität. Wirtschaftliche Entwicklung darf nicht nur auf dem Papier gut aussehen. Die Menschen müssen spüren können, welchen Nutzen sie für ihre Stadt und für ihr eigenes Leben hat.
Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass Wilhelmshaven wieder attraktiver, gepflegter und lebenswerter wird – eine Stadt, auf die wir nicht mit einem Achselzucken reagieren, sondern auf die wir gemeinsam wieder stolz sein können.
Um das tun zu können, bitte ich Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, um Ihre Stimme bei der Kommunalwahl am 13. September:
Frank Ihnen · UWG Wilhelmshaven
Wahlbereich West · Listenplatz 1
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