Ein dauerhaftes Thema, das schon mehrfach in den letzten Jahren im TBW-Ausschuss und anderen Gremien diskutiert wurde, ist die Verkehrssicherheit in den Wohnbereichen. Aktuell wird dies durch die Bemühungen des Südstadtvereins und der dortigen Anwohner in den Fokus gerückt, nachdem sich die Beschwerden über Raser, Poser und andere rücksichtslose Verkehrsteilnehmer in der Südstadt gehäuft haben.
Frank Uwe Walpurgis, Fraktionsvorsitzender der UWG im Rat, hat Verständnis für das Anliegen. „Egal, ob man mit dem Fahrrad oder dem Auto in dem Bereich Rheinstraße oder Südstadt unterwegs ist, leider ist das Verhalten von einigen miserabel und nicht zu tolerieren.“ Horst Walzner, selbst Mitglied im Ausschuss TBW, hat dieses Thema dort in den vergangenen Jahren mehrfach angesprochen. „Nicht nur die Südstadt ist betroffen, selbst bei uns in Altengroden wird gerast und die Elterntaxis vor Schulbeginn am Morgen liefern sich manchmal ein Wettrennen. Bemühungen, durch bauliche Veränderungen eine Erhöhung der Sicherheit zu bekommen, sind leider gescheitert.“ Ähnlich sieht es Petra Stomberg, die auf Siebethsburg wohnt und in deren Wohnbereich drei Schulen sowie ein Kindergarten liegen. „Es ist faktisch eine Tempo 30-Zone, aber das scheint niemanden zu stören. Gerade die Grundschulkinder sind permanent durch die rücksichtslosen Raser gefährdet.“
Markus Kiehling, verkehrspolitischer Sprecher der UWG und Vorstandsmitglied im ADFC, kann diese Beobachtungen durch seine langjährige Tätigkeit bestätigen. „In anderen Städten sind reine Wohnbereiche bereits mit Tempo 30 belegt. Anstatt überwiegend Tempokontrollen auf dem Friesendamm, Ostfriesenstraße oder anderen Strecken zu vorzunehmen, wo kaum Gefährdungen passieren, sollte gerade an Schulen, Kindergärten, Altenwohnanlagen und Wohnbereichen viel häufiger kontrolliert werden. Polizei und Stadt sollten hier vermehrt in den Dialog mit den Anwohnern treten, die dies bestätigen können.“
Walpurgis sagt zu, dass eine mögliche Initiative im Rat, die von hoffentlich vielen Fraktionen und Gruppen unterstützt und initiiert wird, entsprechend von der UWG-Fraktion zustimmend begleitet wird. „Es wird immer von der Sicherheit der Bevölkerung gesprochen, dann muss diese auch endlich mal flächendeckend gewährleistet werden. Insofern ist es gut, dass jetzt der Südstadtverein wieder einmal darauf aufmerksam gemacht hat und hoffentlich werden jetzt auch alle Verantwortlichen in Rat, Verwaltung und anderen Behörden mehr und vor allem schneller tätig.“
